Internet-Werbung überflügelt die Konkurrenz

12.10.2005 - In Grossbritannien sind die Ausgaben für Werbung im Internet im ersten Halbjahr 2005 um 62% auf 490 Mio. Pfund gestiegen. Damit haben sie gemäss einer Studie von PricewaterhouseCoopers für das britische Interactive Advertising Bureau erstmals die Ausgaben für Aussenwerbung übertroffen.

Der Marktanteil der Internet-Werbung stieg auf 5,8%. Das ist mehr als der 5,1%-Marktanteil der sogenannten Aussenwerbung, zu der die Werbung auf Plakaten und Bussen gehört.

Der Löwenanteil der Werbung wird zwar immer noch in traditionellen Medien plaziert. So konnten Zeitungen und Zeitschriften im ersten Quartal 2005 noch 44% der Ausgaben anziehen, während das Fernsehen auf einen Anteil von 25% kam. Das Wachstum ist aber bei der Online- Werbung definitiv am höchsten.

Dies ist für die etablierten Werbeträger beunruhigend: Gemäss dem Marktforschungsinstitut Forrester Research bauen viele Medien-Planer die Internet-Werbung aus, indem sie die Ausgaben für andere Kanäle kappen. Dieser Trend ist in Grossbritannien gleich wie in anderen Ländern.

Das Wachstum der Internet-Werbung hängt grundsätzlich stark davon ab, wie schnell die Konsumenten auf Breitbandverbindungen umsteigen. Wer Breitbandzugang hat, bleibt in der Regel länger im Netz und kauft dort auch mehr ein. Grossbritannien hebt gern hervor, bei den Breitbandanschlüssen unter den G-7-Ländern die Nase vorn zu haben. Andere Untersuchungen sehen in Europa einen Vorsprung von Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Wie immer die Rangordnung ist: Die Abwanderung von Werbung ins Internet ist unaufhaltsam.

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